J80-3000 mit gedruckter Switch-Plate geöffnet
J80-3000 mit gedruckter Switch-Plate

Die G80-3000 hat für mich genau das, was viele alte Geräte interessant macht: Sie sieht nach echter Hardware aus und hat Charakter. Gleichzeitig merkt man ihr an, dass sich die Welt der Tastaturen seit ihrer Entstehung weiterentwickelt hat.

Deshalb wollte ich nicht einfach nur einen Adapter für PS/2 bauen. Das Ziel des Projekts ist ein kompletter Controller-Swap. Der originale Controller musste dafür einem WeAct Blackpill mit STM32-F411 weichen.

Für die Fullsize-Matrix reicht die Zahl der direkt verfügbaren GPIO-Pins nicht aus. Deshalb kommt zusätzlich ein MCP23017 über I2C zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt war die Hardware bereits verbunden und der PC erkannte den Blackpill als Tastatur-Device – nur tippen wollte die G80 noch nicht. Nach der weiteren Firmwarearbeit ist das Board heute voll funktionsfähig und mit VIA programmierbar.

Der PC sagt „Tastatur erkannt“. Die Tastatur sagt: „Nö.“

Der nächste Schritt ist deshalb die Firmware. Durch den I2C-Expander ist eine eigene Scan-Routine nötig. Genau hier wird das Projekt für mich besonders spannend: Ich muss mich in C und die Funktionsweise einer Keyboard-Matrix deutlich tiefer einarbeiten.

Das J80-3000-Projekt ist damit noch lange nicht fertig. Und genau das ist eigentlich der Sinn dieses Blogs: Nicht nur das fertige Ergebnis zeigen, sondern auch den Weg dorthin.